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Erst-Ausstattung: Was brauchst Du wirklich

Erst-Ausstattung: Was brauchst Du wirklich

Erst-Ausstattung für Dein Baby

Wahrscheinlich ist jeder (werdenden) Mama schon die eine oder andere Erst-Ausstattung Liste in die Hände gekommen und gerade beim ersten Baby sind viele noch unsicher:

Was brauche ich alles?

Ich habe mir die Freiheit genommen und die Frage mal umgedreht,

 Was braucht (D)ein Baby wirklich?

Denn seien wir mal ehrlich:

Die meisten Erst-Ausstattung Listen, welche sich so im Umlauf befinden, sind voll von Dingen, welche man (meiner Meinung nach) nicht benötigt und von denen ich wage zu behaupten, dass Dein Baby sie nicht braucht.

Darauf kann ein Baby verzichten

Beginnen wir mit dem obligatorischen

-> Kinderwagen.

Ja, ich gebe zu, wir haben viele Jahre überwiegend für die Älteren auch einen genutzt (neben dem Tragetuch). Jahrelang haben unsere 1-3 Jährigen ihren Vormittags- oder Mittagsschlaf draußen im Kinderwagen gemacht und für diesen Zweck mag er ganz nützlich sein aber nicht unersetzlich.

Ein Kinderwagen eignet sich auch hervorragend, um Einkäufe zu transportieren, doch ein Hand- oder Bollerwagen erfüllt diesen Zweck vielleicht noch besser.

Dass (D)ein Baby einen Kinderwagen braucht, bezweifle ich. Enorm große Zweifel befallen mich, wenn ich sehe, dass eine eindeutige Tendenz zu immer tiefer gelegenen Kinderwagen zu beobachten ist. Da sorgt der Stadtbummmel gleich für ausreichend gute Auto-Abgas-Aufnahme (sorry, manchmal überwältigt mich der Zynismus). Zusätzlich scheint es (fast) nur noch Kinderwagen zu geben, in welchen die Insassen in Fahrtrichtung geschoben werden, für mich ein absolutes No-Go!

Wie will man da mit dem Baby in Kontakt bleiben?

Auf seine Bedürfnisse reagieren?

Das kleine Wesen kann sich gar nicht bei einer seiner Bezugspersonen mittels Blick-Kontakt rückversichern!

Um mich richtig unbeliebt zu machen, füge ich der Liste auch gleich das eigene

-> Kinderbettchen, Wiege etc.

hinzu. Ich bin mir dessen bewusst, dass es dazu durchaus sehr gegensätzliche Meinungen gibt aber meine Überzeugung ist, dass ein Baby in ein Bett neben seine Mama gehört (meinetwegen im Beistellbettchen)! Ja, es gibt alle möglichen Ammen-Märchen angefangen von erstickten Babys über verwöhnte und verzogene Menschlein, hin zu, dass die Gefahr vom plötzlichen Kindstod im elterlichen Bett höher ist…

Ein Blick in andere Kulturen, so verschieden diese auch sind, zeigt die überwiegende Praxis des Babys im mütterlichen Bett.

Des Weiteren gehört für mich in die Liste der unbenötigten Dinge die

-> Wickel-Kommode

Sie mag ganz praktisch sein, um die Klamöttchen darin aufzubewahren aber wenn man darauf wickelt und anzieht, wird durch diese auch wieder eine Distanz zwischen Baby und Mama geschaffen.

Als unerfahrene 19-Jährige habe ich auch eine Wickel-Kommode gekauft, doch ein Baby benötigt diese für sein Wohlbefinden nicht. Du könntest es ja mal ausprobieren, wie gut Du ohne sie auskommst.

Windelfreie Babys müssen nicht gewickelt werden und das anziehen klappt sehr gut auf Mamas (oder Papas) Beinen oder auf einer Matratze/Decke am Boden. Das Wickeln am Boden erspart zusätzlich die Warnhinweise, das Baby nicht unbeaufsichtigt auf der Wickelkommode zu lassen 😉

Weiter geht es mit dem

-> Milchpulver/ Flaschennahrung

Ich verurteile niemanden, welcher seinem Baby die Flasche gibt aber ich möchte ermutigen, nicht eine Packung als Rückhalt im Haushalt zu haben, falls es mit dem Stillen nicht klappen sollte. Das setzt meiner Meinung nach die Hemmschwelle darauf zurückzugreifen deutlich herunter und mein Aufruf an alle Mamas ist:

Lass Dir diese heilige Handlung des Stillens – nicht nur des körperlichen Hungers Deines Babys –  nicht entgehen!

Ein Accessoire worauf Babys ganz bestimmt verzichten können, ist der

-> Nuckel

(Ich höre förmlich das Aufstöhnen, tut mir leid, dass ich jetzt so viele vor den Kopf stoße!) Nein, Dein Baby braucht keinen Nuckel! Versuche es ohne! Wenn Du einen hast, wirst Du ihn nutzen und sehr schnell wird er zum ständigen Begleiter…(Ich spreche aus eigener Erfahrung. Weil unser 2. Sohn viel weinte, griff ich zuerst während des Anziehens nach dem Baden nach dem Nuckel, dann, wenn er sich nicht beruhigen liess und nach einigen Tagen kam der Nuckel schon bei jedem „määäh“ zum Einsatz. Da hielt ich inne und machte dem Schnuller-Dasein ein Ende, wir nutzen ihn nur noch als Beißring. Es ist immer wieder lustig zu sehen, dass unsere kleinen Söhne und Töchter sich über die beschnullerten Spielplatz-Besucher wundern, für sie ist das ein Spielzeug und kein Tröster.)

Du hast alles, was Dein Baby braucht, wäre es nicht mal einen Versuchen wert, es nicht mit einem solchen primitiven Ersatz trösten zu wollen!

Das könnte für ein Leben mit Baby nützlich sein

Nachdem ich nun 5 Dinge genannt habe, die in der Erst-Ausstattung verzichtbar sind, komme ich zu den Dingen, die ich für unverzichtbar halte.

->Tragetuch

Babys sind Traglinge!

Wenn Du ganz tief in Dein Herz hinein hörst, bin ich überzeugt, dass es Dir auch natürlich erscheinen wird, Dein Baby zu tragen. Aber den Alltag mit 0-1 Hand zu bewerkstelligen, gestaltet sich ziemlich schwierig und so ist ein Tragetuch oder eine Tragehilfe einfach praktisch.

ABER

um gesundheitlichen Einschränkungen vorzubeugen, ist es wichtig, das Baby richtig zu tragen! Es ist nicht zu empfehlen, auf die konventionellen Tragesitze, in welchen die Baby-Beine gerade herunter hängen oder es mit dem Rücken an Deinem Bauch getragen wird, zurückzugreifen. Bei der Auswahl einer Tragehilfe sollte darauf geachtet werden, dass das Baby darin in der Anhock-Spreiz-Stellung sitzt, damit sich die Hüfte gut entwickelt. Aus demselben Grund sollte auch ein Tragetuch immer richtig gebunden werden.

Der Vorteil eines Tragetuchs ist, dass es so vielseitig verwendet werden kann, als Hängematte, als Decke, als Sonnensegel….

Ein

 -> Gymnastik-Ball

 

ist für uns seit vielen, vielen Jahren ein unverzichtbares Utensil im Baby-Haushalt (sollte auf jeder Erst-Ausstattung Liste stehen!). Vielleicht hast Du Dir schon einen während der Schwangerschaft gekauft, wenn nicht, empfehle ich Dir diese Investition!

Er ist das absolute Wunder-Beruhigungs-Mittel, welches wir schon sooo oft mit Erfolg empfohlen haben! Solch ein Gymnastik-Ball ist ein zuverlässiger Ersatz für Schnuller und Co!

Der Ruhm für die Entdeckung dieses Wundermittels geht an meine liebe und wunderbare Mama und das war so:

Unser 2. Sohn war etwas mehr pflegebedürftig und man musste mit ihm immer in Bewegung sein. Als meine Ma mich so unentwegt auf und ab hüpfen sah, holte sie kurzerhand ihren Gymnastik-Ball und plazierte mich darauf. Schon konnte ich sitzend die Mahlzeit einnehmen, ohne, dass Sohnemann lauthals protestierte und auch meine Mama konnte ihr Abendbrot wieder genießen. Seither hat er sich immer wieder bewährt!

Weiterhin empfehlenswert, soweit noch nicht vorhanden sind

-> Waschlappen

Sie sind die wiederverwendbare, müllsparende und umweltfreundlichere Variante zu Feucht-Tüchern.

Vielseitig verwendbar und damit zurecht auf einer Erst-Ausstattungs Liste sind

-> Mullwindeln

Wie ich schon in einem meiner windelfrei-Artikel erwähnte, nutzen wir sie als weiches Handtuch für die kleinen Babys, als Spucktuch, Unterlage, Decke, Schattenspender, Lätzchen und gelegt als Kissen-Ersatz oder Back-up. Der Verbrauch hängt davon ab, wie oft man wäscht und wie intensiv und wofür man sie nutzt. Da ich sie (besonders in der Neugeborenenzeit) auch als Stilleinlage nutze und während des Stillens verwende, haben wir einen Vorrat an 30 Windeln, ich denke, dass man 10 mindestens haben sollte. Wenn Du keine Windeln als Milch-Auslauf-Schutz verwenden willst, sind waschbare

-> Stilleinlagen

eine lohnenswerte Investition. Du sparst wiederum Müll und ich hatte den Eindruck, dass sie nicht so an der Brust klebten, wie manche Wegwerf-Varianten (ich habe einiges durch probiert). Es gibt sie in verschiedenen Ausführungen: reine Baumwolle, Baumwolle mit einer Polyethuran-Schicht, als Wäsche (bzw. BH) – Schutz, Still-Einlagen aus Schurwolle oder Schurwolle/Seide, seit einiger Zeit auch aus Bambus oder Hanf oder mit Fleece-Auslaufschutz. Die Geschmäcker sind da verschieden wie wir Menschen eben sind, daher kann ich Dir keine klare Empfehlung geben. Du kannst sie aber meist für einen guten Preis wieder verkaufen, von daher kann man von jeder Art ein Paar kaufen und selbst testen.

Ein

-> Stillkissen

ist durchaus eine empfehlenswerte Investition (zwar nicht unumgänglich aber doch sehr nutzbringend), auch wenn man bei der Füllung gut überlegen sollte. Will man nicht so viel Geld ausgeben, ist ein Stillkissen auch schnell genäht und mit Deiner Wunschfüllung versehen. Mein persönlicher Füllungs-Favourit ist Dinkelspelz.

Was ich als sehr nützlich empfinde, ist ein kleines

->Nachtlicht,

welches Du nachts im Bett verwenden kannst, wenn Du das Töpfchen suchst oder noch unsicher beim Anlegen bist oder oder oder, damit Du ein bisschen Licht hast, welches aber nicht so grell hell ist.

Eine (oder mehrere)

-> Decke(n)

(ich verwende welche aus Schurwolle) werden bei uns oft genutzt. Da der Papa (und auch alle anderen außer mir) die Babys überwiegend nicht im Tuch tragen, wickeln sie sie in eine Decke ein. Manchmal pucken wir unsere Babys auch, besonders abends, wenn ich sie nicht nochmal ins Tuch binden möchte und sie aber „Enge“ benötigen, um zur Ruhe zu kommen.

Wenn Du mit Baby Auto fahren willst, brauchst Du selbstverständlich einen

-> Autositz.

 

 

Ein Sitz, welcher sich laut Hersteller nahezu in Liegeposition bringen lässt und dabei wie eine normale Babyschale aufgebaut ist:

Der Markt ist riesig und es gibt fast jedes Muster und Farbe, vom Basis bis zum Luxus-Modell. Fakt ist, dass es für ein Baby und kleine Menschen bis mindestens 3 Jahre sicherer ist, entgegen der Fahrtrichtung zu fahren. Da mir persönlich die (meinen Augen) unbequeme Haltung in den Babyschalen Unbehagen gerade für die ganz jungen Babys bereitet, nutzen wir gern einen speziellen Sitz, in welchem das Baby liegen kann, der Nachteil dieses Sitzes ist, dass er 2 Autositzplätze belegt.

Natürlich benötigst Du für das Baby

-> Kleidung

doch das versteht sich ja von selbst. Auch dort hat jeder seine eigenen Vorlieben. Bei der Planung sollte man die Jahreszeit und die Wasch- und Trocknungs-Intervalle mit einberechnen. Ich arbeite gerade noch an einer Liste, welche Kleidungstücke wir nutzen.

Dinge, welche man brauchen könnte

 

Einige Dinge liegen in der grauen Zone, wie zum Beipiel der 

->Still-BH

ich persönlich trage keine BHs von daher kommt er auch nicht während der Stillzeit in Frage oder besser da erst recht nicht. Erst seit ich auf den BH verzichte, habe ich nicht mehr 2-4 Tage nach der Geburt einen dicken fetten fiebrigen Milch-Stau, weil die Milch ständig ablaufen kann. Natürlich bringt das einige nasse Oberteile mehr aber das ist mir wesentlich lieber als mich mit einem gefühlt dem Platzen nahen Busen zu plagen. Auch für überzeugte BH-Trägerinnen ist es meine Ansicht nach nicht unbedingt notwendig, einen  extra BH anzuschaffen. Ich habe einige Still-BHs ausprobiert und trotz aller Einhand-Verschlüsse fand ich es meistens einfacher, den BH einfach hoch zu schieben.

-> Kapuzenhandtuch

 

wir nutzen sie, weil ich die Kapuze praktisch finde aber dringend notwendig sind sie nicht.

-> Wasserdichte Bettunterlagen

sind gerade bei windelfreien Babys eine gute Investition, doch wir kommen auch gut ohne sie aus, dafür haben wir ein

-> Babyfell

Natürlich gibt es auch Regale voller aller Arten an

-> Baby-Spielzeug

in allen Farben und Materialien, doch auch hier zeigt meine Erfahrung, dass weniger mehr ist und dass die Babys meist lieber mit allem anderen spielen als dem eigens für sie produzierten, auch wenn es noch so ausgeklügelt ist. Wenn man da das Nützliche mit dem Praktischen verbinden möchte, wäre ein Löffel aus Olivenholz überdenkenswert.

Diese eignen sich wunderbar zum Füttern, haben eine angenehme Oberfläche und werden erfahrungsgemäß gern von den Babys zum Spielen oder auch beim Zahnen als Beißring-Ersatz genommen.

Wenn Dein Baby windelfrei aufwachsen darf, kann man die Anschaffung eines

-> Töpfchens 

in Erwägung ziehen. Gerade im Winter, wenn die Kleinen sich nicht einfach nur auf die Wiese setzen können, um sich zu pullern, erleichtert das Töpfchen uns unseren Alltag, weil die Kleinen sich dort selbständig drauf setzen können.

Eine extra

-> Baby-Bettdecke mit entsprechender Bettwäsche

kann manchmal von Nutzen sein. In der Praxis sieht es bei uns so aus, dass die Kleinen gern unter meiner Decke liegen und wir daher lieber in eine übergroße Bettdecke investiert haben als in eine Baby-Bettdecke. Aber da hat jeder ein anderes Gefühl und sollte auf dieses hören.

Zusammenfassung

Zum Schluss noch einmal übersichtlich aufgelistet, welche Dinge wichtig sind und welche weniger, auch als Download verfügbar.

 

Sehr empfehlenswert für die Erst-Ausstattung

  • Tragetuch oder Tragehilfe
  • Gymnastik-Ball
  • Waschlappen
  • Mullwindeln
  • Baby-Decke
  • Baby-Kleidung
  • Autositz
  • Nachtlicht

Für die Erst-Ausstattung eine Überlegung wert

  • Waschbare Stilleinlagen
  • Stillkissen
  • Kapuzen-Handtuch
  • Wasserdichte Bettuntelagen
  • Baby-Fell
  • Baby-Bettdecke oder eine Doppel-Bettdecke (mit der entsprechenden Bettwäsche)
  • Baby-Löffel aus Olivenholz

 

Und nun wünsche ich Dir vor allem viel Geduld mit Dir und Deinem Baby und eine gehörige Portion Selbstvertrauen und -bewußtsein, Dich gegen alle Widerstände durchsetzen zu können, wenn Du meine Begleitung dabei wünscht, schreib mir! Gern kannst Du uns auch in einem Kommentar schreiben, welche Dinge Du nützllich findest!

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About The Author

Mirjam

glücklich verheiratet und leidenschaftliche (Trage-) Mama von 4 Söhnen und 6 Töchter,
ein bisschen verrückt, immer auf der Suche nach alternativen Wegen und dadurch ständig aneckend,
gern barfuß, strickend, nähend, improvisierend und am liebsten draußen unterwegs

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