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Zähnchen kommen, Erste Hilfe für Baby und Mama

Zähnchen kommen, Erste Hilfe für Baby und Mama

Bildquelle: ©jurgitamakita/Pixabay

Hilfe, (wenn) die Zähnchen kommen

Unsere Jüngste (10 Monate) hat  2 Zähnchen, es fehlen also noch ein paar und diese schieben gerade wieder akut:

Die Wangen sind rot, die Zahnleisten geschwollen, die Finger sind ständig im Mund und völlig wund gekaut und dick.

Die eindeutigsten Zeichen jedoch sind, dass sie schlechter schläft, leicht unzufrieden ist, (grünlichen)Durchfall hat (wie alle ihre Geschwister, wenn die Zähnchen kamen) und immer auf dem Arm sein will.

Da ich kaum eine Mama kenne, die nicht mit diesen oder ähnlichen Symptomen bei ihrem zahnenden Baby konfrontiert war, dachte ich, dass es für einige hilfreich wäre, wenn ich unsere bewährten Hilfsmittel vorstelle:

Hilfsmittel gegen Nörgelei:

1. viel Geduld

Das wichtigste Hilfsmittel und zugleich manchmal am schwierigsten zur Verfügung zu stellen, ist

Geduld (auch mit Dir selbst!) und Zuwendung.

Ich weiß, wovon ich rede, wenn ich sage, dass es durchaus schwierig wird, die Geduld zu bewahren. Schließlich hat unser Prinzesschen noch 9 ältere Geschwister, es muss Wäsche gewaschen, getrocknet, gelegt und in die Schränke sortiert werden, aufgeräumt und gefegt und …… werden,

was eben alles so anfällt…,

die anderen wollen auch Aufmerksamkeit, wenn sie nicht gerade allein spielen.

Welches Chaos durchaus in Sekundenschnelle bei 10 kleineren und größeren jungen Menschen im Haus entstehen kann, muss ich wohl nicht erst im Detail erwähnen oder?

Sie gehen raus und kommen wieder rein..(draußen regnet es gefühlt seit Monaten…)

Vielleicht sagst Du mir jetzt Nachlässigkeit nach aber unsere Kinder tun ihre beschlammten Gummistiefel nicht (immer) ins Schuh-Regal und auch Jacken und Mützen landen oft einfach auf dem Boden, bis ich darauf aufmerksam mache…(oder sie selbst weg tue…)

(Wir brauchen keine Alarmanlage, mögliche Einbrecher haben sich schon nach spätestens 5 Schritten mindestens einen Fuß verstaucht oder ein Bein gebrochen ;-), jedenfalls manchmal…)

Auch leben wir nicht im Schlaraffenland, also muss irgend jemand dafür sorgen, dass es etwas zu essen gibt für 12 hungrige Münder und Mägen…

und wie kann es anders sein, ausgerechnet jetzt muss der Geschirrspüler wieder mal kaputt gehen, also heißt es, mit der Hand abwaschen…

Das alles mit einem Baby, welches kuscheln, kuscheln, kuscheln will…

 

Ein Baby, welches Zähnchen bekommt, braucht (meistens) besonders viel Aufmerksamkeit und Zuwendung!

 

Auch unsere Tochter bildet da keine Ausnahme, obwohl sie sonst eine ausgeglichene Persönlichkeit ist, die viel Wert auf Selbständigkeit legt. So genießt sie es eigentlich sehr, allein Ortswechsel vollziehen zu können.

Aber wenn die Zähnchen drücken, dann möchte sie nur noch auf den Arm und ist sehr empfindlich.

„Tragetuch!“

höre ich rufen,

Ja, meine Rede!

ABER

unsere Kleinste ist nicht mehr klein und mit ihr auf dem Bauch abwaschen?

Da seh´ ich nichts mehr,

da werden Füße ins Abwaschbecken gehalten,

die kleinen Händchen greifen nach allem, was sich ihnen bietet…,

WENN

sie sich dann damit zufrieden gibt, ins Tuch zu gehen.

Tuch ist ja nicht dasselbe, wie von Mamas Armen gehalten zu werden.

„Auf den Rücken!“

Nein, das mag sie nicht,

jedenfalls nicht, wenn sie zahnt

und wenn ich ihr Meckern ignoriere….

sie ist ja nicht dumm…., dann wird (wie ihre großen Brüder so schön sagen)

Stufe 2 gezündet:

Mama (und natürlich auch sich selbst) nass pullern!

Nein! Windel kommt nicht in Frage! Da habe ich meine Prinzipien…

Tja und da wird es manchmal doch schwierig, geduldig zu bleiben….

2. Meine Strategie

(funktioniert nicht immer, wir sind ja alle nur Menschen):Einfach(wenn es denn so einfach wäre…) alles stehen und liegen lassen.

Lass doch die Unordnung Unordnung sein!

Dein Baby fragt Dich später nicht, ob denn der Küchenfußboden  gewischt war, die Jacken ordentlich an der Gaderobe hingen und die Zimmer auch immer alle blitzten….

Wenn es gar nicht geht?

Dann fliehe ich und lege mich mit ihr ins Bett.

Zähnchen bekommen, macht unsere Kleinen meist unheimlich müde. Der positive Nebeneffekt: ich muss mir das Chaos nicht angucken und die Geschwister nutzen diese Auszeit gern, um vorgelesen zu bekommen.

Eine andere Variante ist, mit ihr auf dem Schoß auf den Boden zu setzen, Laptop daneben,

sie kann kuscheln oder stillen und

ich einen Blog-Artikel über zahnende Babys schreiben 😉

Hilfsmittels gegen Schmerzen

Um unseren zahnenden Babys Linderung zu verschaffen, nutzen wir verschiedene Dinge:

1. Eine unsere Neuentdeckungen ist: Die Bernsteinkette*

Meine anfänglichen Bedenken, dass sie sich daran (er)würgen könnte, habe ich nach einer längeren genauen Beobachtungsphase abgelegt.

Die Wirkungsweise der Bernsteine erkläre ich mir so, dass durch die Körperwärme Harze oder deren Stoffe aus den Bernsteinen gelöst werden und diese über die Haut aufgenommen werden und diese dann im Körper für Linderung sorgen.

Außerdem liebt sie es, auf der Kette zu kauen.

2. Linderung durch kauen, beißen

Um Linderung zu verschaffen, kann man dem zahnenden Baby verschiedene Dinge zum darauf beißen anbieten. Wir nutzen dazu gern:

Ostheimer Holzfiguren*,

eine Veilchenwurzel* oder

einen Nuckel aus Naturkautschuk*(normalerweise sind Nuckel bei mir absolut verpönt aber als Beißring eignen sie sich wunderbar  und unsere Kindern lieb(t)en es, darauf zu kauen).

Aber auch

Mohrüben

werden gern genommen, da sie kühl sind und hart aber dabei doch etwas nachgeben. Außerdem kann das Baby sie gut in der Hand halten.

 

 

Zähnchen Möhren

Bildquelle: ©Pexels/Pixabay

Einen Tipp, welchen ich schon des Öfteren gelesen aber noch nie ausprobiert habe, ist:

Haselnuss-Holz

zum beißen anzubieten. Es soll einen möglichen Säure-Überschuss ausgleichen. Man nutzt es wohl überwiegend als zu einer Kette aufgefädelte Perlen.

3. Massage der Wangen bzw. Zahnleisten:

Die Wangen kann man mit dem Zahnöl von Ingeborg Stadelmann* massieren.

Es gibt wahrscheinlich auch andere Öle aber wir haben mit diesem sehr gute Erfahrungen gemacht. Es wird äußerlich angewendet und eignet sich daher gut für eine Wangen-Massage. Normalerweise ließen sich unsere Babys nicht gern das Gesicht massieren/ einölen/ eincremen aber wenn die Zähnchen kommen/kamen, haben sie es immer genossen.

Für die innerliche Anwendung eignet sich

Xylit, auch unter dem Namen Birkenzucker bekannt.

Ihm wird eine lindernde Wirkung nachgesagt. Entweder wendet man es als gekauftes Pflanzen-Zahngel* an oder löst etwas Xylit in einem bisschen (kühlen) Wasser auf und massiert mit dieser Lösung die Zahnleisten. Einen Versuch ist es vielleicht Wert?! Zusätzlich innerlich anwendbar soll eine

Vanille-Essenz

sein. Über die Wirkung kann ich nicht aus eigener Erfahrung berichten, da ich es persönlich (noch) nicht angewandt habe, wollte es aber nicht unerwähnt lassen.

4. alternative Heilmittel

Bei unserer Jüngsten haben wir auf ein homöopathisches Mittel zurück gegriffen, ich habe es anhand ihrer Symptome ausgewählt

– Durchfall, Unruhe, schlecht schlafen und unausgeglichen-

Chamomilla-Globuli, echte Kamille. (Die ist keine Anwendungsempfehlung, sondern ein Erfahrungsbericht!)

Es gibt auch Zahnungskügelchen von OSANIT, welche bei uns nicht dieselbe Wirkung wie Chamomilla hatten (es ist halt ein Mix-Präparat und nicht anhand der Symptome von erfahrenem Fachpersonal sorgfältig ausgewählt, ich rate jedem Unerfahrenem, sich von einem erfahrenem Homöopathen beraten zu lassen).

Unsere Tochter freut sich schon, wenn sie die Packung sieht und es scheint ihr Linderung zu verschaffen, denn sie wird ruhiger und schläft besser. Die größte Wirkung haben die Globulis abends:

Hilfsmittel gegen Durchfall

Unsere größte Herausforderung ist meistens der Durchfall. Ich habe schon bei einigen unserer Babies die Beobachtung gemacht, dass sie, wenn es ihnen nicht gut geht, weniger pullern und dafür mehr kacken. Bei unserer Jüngsten ist es besonders ausgeprägt,vorwiegend abends…

Die letzten beiden Abende hat sie bis weit nach Mitternacht auf dem Töpfchen zugebracht und gedrückt und gedrückt.

Anscheinend hat ihr es gut getan, abgehalten zu werden, denn wenn ich sie nur auf meinem Bauch legte, war sie unruhig und weinte, sobald ich sie abhielt und dabei ihr ihre Beine anwinkelte, wurde sie ruhig und das Töpfchen füllte sich.

Irgendwann kam ich auf die Idee, ihr Globuli zu geben, kurze Zeit später zeigten diese anscheinend Wirkung: sie entspannte sich merklich, der Darm beruhigte sich und sie konnte endlich einschlafen.

Eins weiß ich genau, wenn sie heute Abend wieder solche Probleme hat, komme ich schneller auf die Globuli-Idee, dann kann sie vielleicht schneller zur Ruhe kommen…

Nachtrag: Es hat geklappt!

Hast Du noch Frage oder benötigst Rat, dann schreib mir, ich bemühe mich so schnell wie möglich zu antworten.

Welche Erfahrungen hast Du mit Deinem zahnenden Baby gemacht, welche Tricks nutzt Du? Schreib gern einen Kommentar! Vielen Dank!

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About The Author

Mirjam

glücklich verheiratet und leidenschaftliche (Trage-) Mama von 4 Söhnen und 6 Töchter,
ein bisschen verrückt, immer auf der Suche nach alternativen Wegen und dadurch ständig aneckend,
gern barfuß, strickend, nähend, improvisierend und am liebsten draußen unterwegs

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