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Lotus-Geburt

Lotus-Geburt

Bildquelle: ©Sanjasy/Pixabay

Was ist eine Lotus-Geburt

 

Der Begriff Lotus-Geburt wird benutzt, wenn man nach der Geburt die Nabelschnur gar nicht durchtrennt, sondern die Plazenta so lange „pflegt“ bis die Nabelschnur von selbst abfällt.

Ich hatte schon in der Schwangerschaft mit unserem 8. Kind davon gehört, doch manches braucht länger, um zu sacken und keimt im  Verborgenen, bis man bereit ist oder vielleicht auch bis man den Mut aufbringt, ausgetretene Wege zu verlassen…???!  Ich weiß es nicht genau.

Jedenfalls finde ich es äußerst schade, dass ich mich erst bei unserem 10. Kind dazu entschlossen habe, eine Lotus-Geburt einfach zu probieren. Vielleicht lag es auch daran, dass ich mein(t)e immer alles vorher wissen zu müssen, um etwas ausprobieren zu können…Ich ermutige deshalb andere gern, einfach anzufangen, man kann ein „Projekt“ meistens unterbrechen, sollte sich herausstellen, dass man damit doch nicht zurechtkommt oder man einfach nicht mehr will. Ich selbst habe es so gemacht, ich erzählte meiner Familie davon, dass ich das gerne ausprobieren möchte und erstaunlicher Weise fand niemand das seltsam oder komisch (ich hatte gute Vorarbeit geleistet 😉 ), so war es beschlossene Sache.

Es stellt ja auch kein Problem dar, die Nabelschnur nach einem Tag oder 2 oder 3….noch zu durchtrennen, von daher „geht man kein Risiko ein“.

Warum eine Lotus-Geburt

 

Ich bin eigentlich sehr bodenständig (aber ich leugne auch nicht das Übernatürliche), daher habe ich mich mit den Erklärungen mit Karma und dergleichen nicht befasst. Ich bin eher logisch an die Sache gegangen:

Ich bin kein Tier und habe nicht vor, ein Plazenta-Steak zu braten, also warum nicht warten, bis die Nabelschnur selbst abfällt?

Könnte es nicht sein, dass evtl. doch noch ein Austausch zwischen Kind und Plazenta stattfindet?

Reguliert evtl. das Baby durch was auch immer für Mechanismen den Abnabel-Prozess?

Wäre es nicht nett, wenn das Baby in einer für ihn so neuen Welt, wenigstens noch etwas Bekanntes hat, immerhin war es mit der Plazenta sein ganzes Leben bis zur Geburt verbunden? ….

Bitte beantworte die Fragen nicht (vorschnell), sondern lass sie einfach mal in Dir hallen….

Wir leben in einer schnellen hektischen Zeit und Zeit ist Geld aber man kann mit Geld nicht alles kaufen!

Man kann keine Liebe kaufen,

auch keine Geborgenheit

und erst recht keine wirklich glücklichen Kinder!

Könnte es nicht sein, dass wir vergessen haben, dass manches einfach Zeit braucht?

Dass ein Baby Zeit braucht, hier auf dieser manchmal unwirtlichen Welt anzukommen?

Mit der Plazenta am Baby ist es einfach unmöglich, gleich schnell wieder in den Alltag zu stürzen, denn man muss schon ein wenig aufmerksam sein. Außerdem wird nicht jeder gleich seine Arme nach dem Baby ausstrecken (viele schrecken vor der Plazenta zurück), so dass Mama und Baby die Zeit voll auskosten können…., glaub mir, das ist so immens wichtig für Dich und das Baby, für Eure Bindung, für die Erdung des neuen Erdenbürgers

und

für so essentielle Dinge wie die Rückbildung der Gebärmutter und die Milchbildung…

Wäre es nicht ein Akt der Wertschätzung dafür, dass die Plazenta das Baby so lange und so gut rundum versorgt hat, wenn wir sie nach der Geburt auch noch etwas pflegen anstatt sie wie nutzlosen Müll einfach zu entsorgen?

Anleitung Lotus-Geburt

Es gibt im Netz schon einiges zu lesen (inzwischen…), trotz allem erzähle ich Dir hier noch, wie wir es gemacht haben, einfach um Mut zu machen, dass es gar nicht so schwer ist. Leider haben wir keine Bilder gemacht, meist leben wir einfach viel zu sehr im jetzt, hier und heute, um noch an den Fotoapparat zu denken…

Einige Zeit nach der Geburt hat die Hebamme die Plazenta ein wenig abgetupft- was für ein Wunderwerk!, in eine Windel eingewickelt und in eine Schüssel getan. Dann sind wir samt Schüssel zu Bett gegangen. Am nächsten Morgen haben wir gemeinsam in einer
Schüssel mit warmen Wasser die Plazenta gewaschen (was für ein spannendes Erlebnis!) und danach in einer anderen Schüssel mit einer Rosen-Salz-Mischung gewälzt. Wir haben dazu Salz mit selbst gesammelten Rosenblüten gemischt und damit die Plazenta ein wenig abgerieben (das feuchte Salz haben wir gleich weg getan) und dann eingerieben, damit sie nicht zu riechen anfängt und gut austrocknet. Wir hatten zu viel Salz genommen, so haben wir es für den nächsten Tag aufbewahrt. Nachdem die Plazenta rundum eingesalzen war, habe ich sie in 2 Windeln eingewickelt.

Rosenblüten für die Lotus-Geburt
Salz für die Lotus-Geburt

Unser Baby ruhte während dieser Zeit auf meinen Beinen-wir machen vieles am Boden, auf der Matratze etc. so auch das, so konnten alle mitmachen. Dieses Ritual wiederholten wir 3 Tage lang. Am 3. Tag war die Nabelschnur schon sehr trocken und ich sorgte mich etwas, weil die starre, trockene Nabelschnur sehr am Bauchnabel hebelte. So haderte ich schon mit mir, weil ich nicht durchhalten konnte und schickte unsere Tochter, eine Schere zu holen aber als sie kam und ich unsere Babytochter hinlegte, um die Nabelschnur abzuschneiden, war sie schon abgefallen! Die Zeit war reif gewesen…., bei keinem unserer anderen Kinder war der Nabelschnur-Rest so schnell abgefallen und auch keines war so ruhig, friedlich und ausgeglichen wie unsere Jüngste, das ist nicht nur mein Eindruck, sondern der der ganzen Familie….

 

Wir haben keine Plazenta-Tasche genutzt, ich habe die meiste Zeit ruhend mit Baby verbracht, auf der Matratze und in der Hängematte. Es war gar nicht so unpraktisch, wie ich es mir vorgestellt hatte, zusätzlich zum Baby noch die Plazenta zu tragen. Es war auch ganz einfach, unsere Tochter ins Tragetuch zu tun und die Plazenta einfach daneben zu legen.

 

In diesem Sinne, versuch es doch einfach mal! Ein windelfrei -es Wochenbett mit Plazenta!

 

Natürlich kannst Du mich gern fragen, wenn Du noch mehr Infos haben willst oder Du schreibst ein Kommentar.

Ich freue mich, wenn Du über Deine Erfahrungen berichtest, nutzen wir doch die Möglichkeiten des Internets, um uns gegenseitig zu ermutigen und weiterzuhelfen!

About The Author

Mirjam

glücklich verheiratet und leidenschaftliche (Trage-) Mama von 4 Söhnen und 6 Töchter,
ein bisschen verrückt, immer auf der Suche nach alternativen Wegen und dadurch ständig aneckend,
gern barfuß, strickend, nähend, improvisierend und am liebsten draußen unterwegs

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